… aber schon in der 1. Runde ausgeschieden ist.

Eingefleischte Rapid Fans werden sich an dieses Spiel sicher noch erinnern. Das UEFA-Cup Spiel gegen die damals „wohl attraktivste Clubmannschaft Europas“ (Originalzitat des damaligen ORF Kommentators Gerhard Zimmer).

Lothar Matthäus, Andreas Brehme und Jürgen Klinsmann wurden am 8. Juli 1990 in Rom mit Deutschland Weltmeister. 2 Monate später mussten sie im UEFA-Cup gegen eine von Hans Krankl betreute Rapid Wien in Hütteldorf antreten. Und Rapid entpuppte sich als ein Gegner auf Augenhöhe. 2:1 wurden die Stars aus Italien zurück nach Mailand geschickt, und das Ergebnis hätte für Rapid auch noch viel höher ausfallen können bzw. müssen.

Nur mit massiver Hilfe durch den Schiedsrichter im Rückspiel konnte Inter den Aufstieg in die nächste Runde sicherstellen. Dieser Herr aus England pfiff so skandalös für die Italiener, daß er sogar von der UEFA für internationale Spiele lebenslang gesperrt wurde. Nur Rapid hatte davon nichts. Inter spazierte gegen Aston Villa, Partizan Belgrad, Atalanta Bergamo, und Sporting Lissabon in das Finale, und holte sich am Ende den Titel gegen den AS Rom. In der Serie A belegte Inter in dieser Saison hinter Sampdoria Genua und den AC Mailand (mit Baresi, Maldini, Ancelotti, Rijkaard, Gullit und van Basten) den dritten Platz.



Hans Krankl konnte mit Rapid zwar keinen Titel holen, aber eines muss man ihm lassen. Im Europacup war seine Mannschaft immer top motiviert und legte ein Spektakel nach dem anderen hin. Und ein Spektakel war auch dieser 2:1 Triumph an einem Dienstag den 18. September 1990.

Rapid spielte damals mit:
Tor: Michael Konsel
Abwehr: Reinhard Kienast – Robert Pecl – Andreas Poiger – Peter Schöttel
Mittelfeld: Helmut Hauptmann – Andreas Herzog – Andreas Reisinger
Angriff: Heimo Pfeifenberger – Jan Aage Fjörtoft – Christian Keglevits

Inter:
Tor: Walter Zenga
Abwehr: Giuseppe Bergomi – Andreas Brehme – Riccardo Ferri
Mittelfeld: Lothar Matthäus – Sergio Battistini – Nicola Berti – Andrea Mandorlini
Angriff: Alessandro Bianchi – Jürgen Klinsmann – Aldo Serena

Inter Trainer damals war kein geringerer als Giovanni Trapattoni. Hätte ihm damals jemand erzählt daß er in seinem Leben als Trainer noch einmal in einem Heimspiel 0:7 gegen Rapid Wien untergehen würde, hätte er den im besten Falle nur belächelt.

So ging es damals los. Vor dem Anpfiff machten Inter Fans ihrem Ärger Luft, da ihnen die Anreise nicht gefallen haben dürfte. Die Wiener Polizei knüppelte sie nieder und sorgte für Ruhe im Inter Sektor, der damals im unteren Rang der Südtribüne war. Die anschliessenden „Vienna Vaffanculo“ Rufe konnte man dann aber beim Einlaufen der Mannschaften im TV noch gut hören.



Bereits nach 5 Minuten ging Rapid mit 0:1 in Rückstand, als Lothar Matthäus in einem seiner berühmten Energieanfälle die Rapid Abwehr umkurvte, und trocken einschoß. Doch dann drehte Rapid auf. Ausgleich zum 1:1 durch Heimo Pfeifenberger in der 54. Minute nach Vorarbeit von Peter Schöttel und Franz Weber.

Hier zu sehen.

Nach einem Eckball in der 71. Minute war es dann Franz Weber, der den Ball per Kopf hinter die Linie brachte. Christian Keglevits war auch am Tor beteiligt, da er Walter Zenta die Sicht verstellte. Zu sehen hier:

Die Stimmen zum Spiel kann man sich hier noch einmal zu Gemüte führen:

Es sprechen:
– Hans Krankl
– Michael Konsel
– Franz Weber
– Andreas Brehme
– Lothar Matthäus



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