Es war der 5. August 1986. Die Saison 1986/87 hatte gerade erst begonnen. Es handelte sich dabei um den 4. Spieltag.

Der Wiener Sportclub gab sich in Linz gegen den LASK die Ehre. Die Wiener hatten damals mit Hannes Nouza einen potenten Sponsor, der viel Geld in die Mannschaft gepumpt hatte. Besonders in Erinnerung ist mir der belgische Nationalspieler und UEFA-Cup Sieger des Jahres 1983 geblieben: Walter De Greef. Er machte damals den Libero. Weitere namhafte Spieler des Wiener Sportclubs waren damals außerdem noch: Dietmar Constantini, Andreas Reisinger, Bernd Dallos, Felix Gasselich, und kein Geringerer als Hans Krankl persönlich.



Der LASK startete mit 3 Siegen in Folge in die neue Saison. 1:0 Auswärtssieg bei Austria Klagenfurt, 2:1 Heimsieg über Sturm Graz, und 1:0 Derbysieg gegen den SK VÖEST. Damit stand man mit dem blau-weissen FC Tirol ohne Punktverlust an der Tabellenspitze. Die Euphorie war damit groß, und es kamen immerhin 7.000 Zuschauer. Zu dieser Zeit ein wahrer Zuschauerauflauf bei einem damaligen Ligaschnitt von gerade mal 2.500.

Beim LASK spielten damals Größen wie Klaus Lindenberger, Klaus Dantlinger, Gerald Piesinger, Dariusz Gajda, Siegfried Paseka, Christian Lehermayr, Johann Rabitsch, Andreas Roth, Johann Gröss, Max Hagmayr, und Christoph Westerthaler. Auf der Bank nahm ein Karl Meister Platz. Einer der Helden vom Inter Mailand Spiel.



Der LASK konnte in diesem Spiel seine Siesgesserie nicht weiterführen. Das Spiel ging 0:2 verloren, und an was ich mich erinnern kann, wurde das Spiel auch verdient verloren. Einer der besten Akteure am Feld war eben der belgische Abwehrstar Walter De Greef. Da gab es für den LASK Angriff nicht viel zu erben. Die Sportclub Tore erzielten damals Hans Krankl und Johannes Abfalterer.

LASK Wiener Sportclub Linzer Stadion 1986

Gut zu sehen Walter De Greef der blonde Herr im gelben Trikot als letzter Mann zwischen den beiden LASK Spitzen Gröss und Hagmayr. Der Sportclub Torwart im roten Trikot war Erich Weidenauer. Ganze 10 Jahre stand er im Tor des Wiener Sportclubs. Das waren 130 Bundesligaspiele zwischen 1980 und 1990.

In der nächsten Runde schlitterte der LASK dann in ein 1:5 Debakel bei der Wiener Austria. Der sensationelle Saisonstart war damit schon wieder Geschichte.



Positive Schlagzeilen schrieb man dann erst wieder in der 8. Runde. Da kam der neu gegründete FC Tirol mit Hansi Müller nach Linz. Unangefochtener Tabellenführer mit 7 Siegen in 7 Spielen. 4 Punkte Vorsprung auf Rapid. Torverhältnis 25:7. Das Linzer Stadion war damals übervoll: 20.500 Zuschauer waren es offiziell, gefühlt aber 25.000. Hinter dem Tor standen die Leute bis zum Haupteingang. Viele Menschen ohne eine Chance vom Spiel etwas zu sehen. Dabei sein ist eben alles. Da blieb keine Fläche frei. Und der LASK fügte dem FC Tirol in diesem Spiel seine erste Niederlage zu. Es war der 30. August. Sommerferien bei Sonnenschein und bestem Fussballwetter. Auch da war ich vor Ort. Leider ohne meiner Fotokamera.

Am Ende der Saison belegte der LASK hinter Rapid, Austria, und dem FC Tirol den 4. Tabellenplatz. Es war die letzte gute Saison der Linzer Schwarz-Weissen für viele Jahre. Das Meister Play Off der Saison 87/88 fand dann schon ohne den LASK statt.

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