Alfred Drabits

Am 21. April 1991 absolvierte Alfred Drabits, auch bekannt als „Palatschinken Fredi“, sein letztes Bundesligaspiel als Profi. Es war die 69. Minute im Spiel VfB Mödling gegen Vienna als der heutige Mattersburg Trainer Gerald Baumgartner (damals 25 Jahre alt) für ihn ins Spiel kam.

Es war eine bewegende Karriere die an diesem Tag zu Ende ging. Drabits brachte es auf 365 Erstligapartien in denen er nicht weniger als 155 Tore erzielte. 15 Mal lief er im damaligen Europacup der Landesmeister auf, dem Vorgänger der heutigen Champions League, und brachte es dort auch auf immerhin 4 Treffer.



Einer dieser Treffer war das 1:0 für die Wiener Austria in der 3. Minute zu Hause gegen Bayern München am 7. November 1985. Die Austria verlor das Hinspiel in München mit 2:4, und mit einem weiteren Tor wären die Bayern aus dem Bewerb gewesen. Diese frühe 1:0 Führung war für die Bayern und deren Fans mit Sicherheit ein großer Schreck. Leider hielt der aber nur bis zur 37. Minute. Da besorgte Roland Wohlfahrt den Ausgleich.

Zittern mussten die Bayern dann erst wieder ab der 71. Minute, als Toni Polster zum 2:1 traf. Wieder fehlte nur ein Tor um die Bayern aus dem Bewerb zu schiessen. Und wieder kamen sie zurück. 2:2 in er 80. Minute, und 3:2 in der 82. Minute. Das 3:3 in der 87. Minute durch Toni Polster war nur mehr für die Statistik. Auf Grund des 3. Auswärtstores der Bayern, hätte die Austria in den letzten 3 Minuten noch 3 Tore schiessen müssen.



Bemerkenswert: Die Austria trat damals zu Hause und auswärts gegen die Bayern mit einem sagenhaften 2-4-4 an. Mit Robert Frind und Erich Obermayer standen nur zwei Verteidiger am Feld. Im Mittelfeld liefen auf: Johann Dihanich, Dzemal Mustedanagic, Herbert Prohaska, und Ewald Türmer. Der Angriff war mit Alfred Drabits, Tibor Nyilasi, Toni Polster, und Gerd Steinkogler top besetzt.

Österreich hatte damals keinen Mangel an hervorragenden Stürmern. Das ist auch der Grund warum es Drabits nur auf 7 Einsätze im Nationalteam geschafft hat. An Krankl und Schachner war nur schwer ein Vorbeikommen möglich.

Alfred Drabits wohnt heute in einer Wohnung in Sankt Veit an der Gölsen. Nach einem Standard.at Interview aus dem Jahr 2014 zufolge, hat er zu Gott gefunden, und vertreibt sich die meiste Zeit vor dem Fernseher.

Wer sich das denkwürdige Spiel gegen Bayern München noch einmal ansehen möchte, es ist auf Youtube verfügbar:



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