Eine Umfrage eines US-amerikanischen Arbeitsvermittlers aus dem Jahr 2014 bietet interessante Einblicke in die Welt von Menschen die alleine von zu Hause aus arbeiten. Wie zufrieden sind sie? Was wünschen sie sich? Und wie schätzen sie ihre eigene Leistung ein?

6 Fragen die von Personen beantwortet wurden, welche nicht ihr Haus verlassen müssen um in die Arbeit zu kommen.



1. Würde man für eine Gehaltserhöhung von 10 Prozent lieber in das Büro kommen, statt die Arbeit, als wie bisher, von zu Hause aus zu erledigen?
52 Prozent würden sich für das Geld entscheiden und ihre Freiheit aufgeben. Für 48 Prozent wäre das keine Option.

2. Wie wird die eigene Produktivität eingeschätzt, wenn man den eigenen Arbeitsplatz alleine zu Hause hat?
56 Prozent behaupten sie hätten die gleiche Produktivität. 32 Prozent sind der Meinung sie hätten eine höhere Produktivität, und 12 Prozent sagen sie würden alleine zu Hause weniger zusammenbringen als mit den Kollegen in einem Büro.

3. Ist man weniger gestresst wenn man alleine zu Hause arbeiten darf?
50 Prozent bestätigen das. Der Stress ist ohne Kollegen im Nacken weniger. 38 Prozent sagen es mache keinen Unterschied, und nur 12 Prozent sind der Meinung dass sie alleine zu Hause sogar mehr Stress verspüren würden.



4. Was ist der grösste Vorteil wenn man alleine zu Hause arbeitet?
46 Prozent geben die Flexibilität an. 30 Prozent die Möglichkeit dass man es sich selbst aussuchen kann, wo man die Arbeit verrichtet. Für 17 Prozent ist der grösste Vorteil dass man sich den täglichen Arbeitsweg spart. 5 Prozent sind froh das Gesicht des Chefs nicht zu sehen, und für etwa 1 Prozent ist der grösste Vorteil ein individuell anderer.

5. In welchen Branchen sind die Menschen zu finden die alleine von zu Hause arbeiten können?
15% Management, 14% Kundendienst, 12% Gesundheitsbranche, 10% IT/Software, 10% administrative Tätigkeiten, 9% Verkauf, 5% Marketing, Werbung und Dateneingabe, 4% Kundengewinnung und journalistische Tätigkeiten. Die restlichen 11% teilen sich in allen anderen Branchen auf.

6. Durfte man von Anfang an zu Hause alleine arbeiten, oder erfolgte dies erst nach einiger Zeit unter Aufsicht im Büro?
68% durften erst nach einiger Zeit unter Aufsicht im Büro von zu Hause aus arbeiten. 32% von Anfang an.

10 gute Gründe für Telearbeit

1. Mehr Produktivität
2/3 aller Chefs bestätigen dass Telearbeit die Produktivität ihrer Mitarbeiter erhöht.

2. Weniger Stress
Einer Studie vom US-amerikanischen Kommunikationsdienstleister für virtuelle Teamarbeit und Konferenzen PGI zufolge, verspüren 82 Prozent aller Telearbeiter weniger Stress bei ihrer Arbeit. Dadurch geben 80 Prozent der Telearbeiter eine bessere Arbeitsmoral an.

3. Weniger Fluktuation
Eine Studie der Stanford Universität fand heraus dass Telearbeit die Fluktuation von Mitarbeitern um 50 Prozent reduzieren konnte. Die Studie basierte auf Statistiken eines Unternehmens mit 16.000 Mitarbeitern. Das Resultat: Telearbeit stellte sich für das Unternehmen als „höchst profitabel“ heraus.

4. Weniger Betriebskosten
Das Wirtschaftsmagazin Forbes untersuchte die Einsparungen der Betriebskosten von den unterschiedlichsten Unternehmen die auf Telearbeit umstellten. Die Ergebnisse konnten sich sehen lassen. Zwei Beispiele bekannter Unternehmen: die US-amerikanische Gesundheitsversicherung AETNA lagerte 14.500 von 35.000 Angestellten auf Telearbeit aus, und spart so 78 Millionen US-Dollar an Betriebskosten jedes Jahr. Beim Kreditkartenanbieter American Express belaufen sich die jährlichen Einsparungen Dank Telearbeit zwischen 10 und 15 Millionen US-Dollar.

5. Mehr Engagement
Das US-amerikanische Wirtschaftsmagazin Harvard Business Review stellte in einer Studie fest, dass Telearbeit das Engagement der Mitarbeiter signifikant erhöht. 87 Prozent der Telearbeiter gaben ab sich mehr in das Unternehmen einzubringen als zuvor. Mit den heutigen Technologien wie Videokonferenzen und schnellen Internetverbindungen kein Problem mehr.

6. Telearbeit ist Klimaschutz
Für viele Menschen hat Telearbeit mit Umweltschutz zu tun, und ist auch deren Hauptmotivation in Telearbeit zu wechseln. Telearbeiter können ihren CO2-Fußabdruck deutlich reduzieren, indem die tägliche Fahrt in die Arbeit weg fällt.

7. Telearbeit ist in Mode
Telearbeit ist vor allem bei der jungen Generation sehr beliebt. Bei einer Umfrage eines Studentenportals gaben 68 Prozent der Besucher an, die Möglichkeit von zu Hause aus zu arbeiten würde die Wahl ihres Arbeitsplatzes entscheidend beeinflussen.

8. Der Telearbeit gehört die Zukunft
Immer mehr Menschen arbeiten von zu Hause aus. Noch vor einigen Jahren war Telearbeit in vielen Unternehmen undenkbar. 2003 gaben allerdings bereits 19 Prozent aller Arbeitnehmer in den USA an, schon einmal von zu Hause gearbeitet zu haben. 2015 erhöhte sich der Anteil bereits auf 23 Prozent, und dieser ist weiter im Steigen.



9. Neuer Trend: das digitale Nomadentum
Oft bleibt es nicht beim „zu Hause arbeiten“. Immer mehr Menschen ergreifen ihre Chance ihres ungebundenen Arbeitsplatzes, und reisen um die Welt während sie arbeiten. Für diese Menschen hat sich auch schon ein Begriff etabliert: Digitale Nomaden. Ein ganz neuer Lebensstil entsteht. Die Perfektionierung der „Work Life Balance“.

10. Telearbeit motiviert Beschäftigte selbst im fortgeschrittenen Alter
Das US-amerikanische Forschungsinstitut Pew fand heraus dass die große Mehrheit der Amerikaner über 64 Jahre bereit wären länger in ihrem Job zu bleiben, wenn sie flexibel und von zu Hause aus arbeiten könnten.

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